Ausland
Mitt Romneys Krampf mit den Frauen
Aktualisiert am 27.08.2012 10 Kommentare
«Lächerlich und sehr irreführend»: US-Finanzchef Timothy Geithner widerspricht Mitt Romney. (Archivbild) (Bild: AFP )
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Links
- Zum Artikel auf ABC.com
- Zum Beitrag auf auf Fox News
- Zum Artikel der «Washington Post»
- Zum Blog-Beitrag der «Washington Post»
- Zum Artikel der «Welt Online»
- Zum Interview auf CNN
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In Sachen Arbeitslosigkeit hätten die Frauen während der Obama-Administration am meisten einstecken müssen, hatte der republikanische Präsidentschaftskandidat Mitt Romney letzte Woche verlauten lassen. 92,3 Prozent aller Jobs, die während Barack Obamas Regierungszeit verloren gegangen seien, hätten Frauen gehört, sagte Romney, und weiter: «Unter Obama mussten die Frauen leiden.»
Die Aussage wurde postwendend und von hoher Instanz als falsch entlarvt. In mehreren Fernsehinterviews bezeichnete US-Finanzminister Timothy Geithner die Behauptungen Romneys als «lächerlich und sehr irreführend». Es reiche nicht, nur die Jobverluste während Barack Obamas Regierungszeit zu betrachten, sagte Geithner gegenüber dem amerikanischen TV-Sender ABC.
Die Rezession habe bereits 2008 unter dem ehemaligen Präsidenten George W. Bush begonnen, und damals seien vor allem Männer von Jobverlusten betroffen gewesen. Der Stellenabbau habe zunächst besonders das Baugewerbe und die Industrie getroffen, typische Männerdomänen also. Erst später hätten auch von Frauen dominierte Branchen, beispielsweise im Bildungsbereich, unter der Krise zu leiden begonnen – deshalb sei der Anteil an Jobverlusten bei Frauen während Obamas Regierungszeit grösser.
Romneys «kleiner Buchhaltungstrick»
Kritik an Romneys Aussagen kam aber nicht nur von demokratischer Seite. Ein Moderator beim konservativen TV-Sender Fox News sagte am Sonntag, es handle sich bei der Behauptung um «einen kleinen Buchhaltungstrick». Das unabhängige Forschungsinstitut Politifact bezeichnete die Darstellung, dass 92 Prozent der Jobverluste Frauen betroffen haben sollen, als falsch.
Dass diese geschlechterbezogenen Diskussionen gerade zum jetzigen Zeitpunkt losbrechen, ist laut Berichten der «Washington Post» kein Zufall: Mitt Romney und Barack Obama liefern sich zurzeit einen erbitterten Kampf um die Stimmen der amerikanischen Frauen. Die Republikaner stehen generell tiefer in der Gunst der weiblichen Wählerinnen, laut aktuellen Umfragen bildet Mitt Romney hier keine Ausnahme.
Ein neues, schmutziges Schlachtfeld
Der 65-jährige Republikaner gibt sich darum alle Mühe, bei den Frauen Boden gut zu machen. Letzte Woche trat Romney dabei allerdings schon einmal ins Fettnäpfchen. In einem Blog-Beitrag auf der Nachrichtenseite der «Washington Post» empörte sich der Journalist Ezra Klein über eine Aussage, die Romney im letzten Januar im Zusammenhang mit der Kinderbetreuung gemacht hatte: Er habe sich schon immer dafür eingesetzt, mehr Geld in Kindertagesstätten zu investieren, um den Eltern die «Würde der Arbeit» (englisch: «dignity of work») zu ermöglichen. Romney glaube also ganz offensichtlich, dass die Hausfrauen keine wirkliche Arbeit verrichten würden, schreibt Klein.
Hinzu kommt, dass letzte Woche in den USA auch Mitt Romneys Frau Ann in den Fokus der Kritik geraten ist: Sie habe in ihrem Leben noch keinen Tag gearbeitet, sagte die CNN-Mitarbeiterin und demokratische Beraterin Hilary Rosen in einem Interview. «Ich glaube zufälligerweise daran, dass alle Mütter arbeitstätig sind», hatte Romney daraufhin erwidert. Das widerspreche wiederum der Aussage, die Romney noch im Januar gemacht habe, schreibt Ezra Klein.
Es handle sich hier um einen «Kampf um die Frauen», schreibt denn auch die «Welt». Es sei ein Kampf, der im kommenden, «mutmasslich schmutzigen» Präsidentschaftswahlkampf zu einem zentralen Schlachtfeld werden könnte. (fko)
Erstellt: 16.04.2012, 12:45 Uhr
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10 Kommentare
Romney ist leider unglaubwürdig, weil er bei einem Fernsehauftritt behauptet hat, er könne den Preis für das Benzin in Amerika auf die Hälfte reduzieren (ca. 0.50 Franken pro Liter!). Wer kann ihm so was glauben? Die Erdölfirmen verlangen einfach immer den Preis, welcher der Konsument gerade noch zahlen will/kann. Da hilft auch eine neue Erdölleitung durch das Land gar nichts. Antworten
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