Kostenlose Verhütungsmittel – Obama macht einen Rückzieher
Aktualisiert am 11.02.2012 36 Kommentare
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Nach wachsender Kritik an seinen Plänen für kostenlose Verhütungsmittel hat US-Präsident Barack Obama eingelenkt. Bei einem kurzen Auftritt im Weissen Haus schlug Obama am Freitag einen Kompromiss zur umstrittenen Klausel seiner Gesundheitsreform vor.
Von Kirchen betriebene Einrichtungen wie Spitäler oder Schulen sollen nun von der Klausel ausgenommen werden, wonach Arbeitgeber künftig ihren Mitarbeiterinnen verschreibungspflichtige Verhütungsmittel finanzieren müssen. An ihrer Stelle sollen die Krankenversicherungen selbst einspringen.
Religionsfreiheit bleibe garantiert
Der Kompromiss stelle sicher, dass keine Frau vom freien Zugang zu Verhütungsmitteln ausgeschlossen werde, die religiösen Organisationen aber nicht «direkt» dafür zahlen müssten, sagte der Präsident. Die Religionsfreiheit bleibe garantiert.
Die katholische Kirche, die Verhütungsmittel strikt ablehnt, war gegen die Ende Januar vorgestellte Regelung Sturm gelaufen. Das Thema erreichte auch den Präsidentschaftswahlkampf.
Kritik von vielen Seiten
Der republikanische Parlamentspräsident John Boehner warf Obama einen «unzweideutigen Angriff auf die Religionsfreiheit» vor. Präsidentschaftsbewerber Rick Santorum beschuldigte Obama, den Menschen in den USA seine «säkularen Werte» aufzwingen zu wollen.
Die US-Bischofskonferenz nannte Obamas Vorschlag einen richtigen «ersten Schritt». Dagegen zeigten sich liberale Katholiken- Bewegungen enttäuscht über den «Sieg der Bischöfe».
Sie erinnerten daran, dass «98 Prozent der katholischen Frauen im gebährfähigen Alter Verhütungsmethoden anwenden, die von den katholischen amerikanischen Bischöfen abgelehnt werden». (kpn/sda)
Erstellt: 11.02.2012, 07:40 Uhr
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36 Kommentare
In der Schweiz wir es wohl ähnlich sein, dass wie in den USA "98 Prozent der katholischen Frauen im gebährfähigen Alter Verhütungsmethoden anwenden", d.h. dass die Kirche für diese Frauen völlig weltfremd ist. Schade, dass diese Frauen nicht dem Mut haben konsequenterweise aus der katholischen Kirche auszutreten. Antworten
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