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Jahrhundertprozess in Brasilien

Die Liste der Anklagepunkte ist lang: Wegen Bereicherung, Geldwäsche, Korruption und Betrug müssen in Brasilien 38 frühere Minister, Parlamentarier, Unternehmer und Banker vor Gericht. Mehr...


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16 Kommentare

Roland Fankhauser

02.08.2012, 18:44 Uhr
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@werren: habe keine Tomates auf den Augen. Lese nur die richtigen Zeitungen aus BR. Eben letzte Woche zB 1 Concurso für einen Job als Assistent in einem Département. Anfangslohn 14500 BRS pro Monat versteht sich (ca CHF 7000). jede Sekretärin mit nur 1500 BRS monatlich schäumt vor Neid. Und 1500 ist ein normaler Lohn in Rio zB. Deshalb wollen die Leute nur Staatsjobs , was zum Aufblähen des Staatsapparates führt. Lesen Sie das nach im Journal do dort können Sie sich sehr gut informieren, was so abgeht in BR. Antworten


rolf neff

02.08.2012, 12:30 Uhr
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Dieser Prozess ist eine schoene Farce..wie das Meiste in Brasilien.Der Schein ist gewahrt.
Das Oberste Gericht ist ein Spiegelbild der Justiz..ausser Spesen nichts gewesen.
Lula ernannte 8 der 11 Richter.Wessen Brot ich ess,dessen Lied ich sing..Skandaloes ist,
dass der Richter Toffoli nicht seinen Ausstand gab.Er war juristicher Berater des Hauptanklagten José Dirceu.Bedenklich,aber typisch...
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Peter Eckert

02.08.2012, 08:34 Uhr
Melden 7 Empfehlung 0

Wenn dann noch die Mitglieder der terroristischen linken Verbrecherbanden der 70'er Jahre, zu denen notabene auch die derzeitige Präsidentin gehörte, und deren Schandtaten dereinst vor die Gerichte geführt werden, kann man dann vor der Justiz den Hut ziehen. Antworten


Josef Blocher

02.08.2012, 12:57 Uhr
Melden 9 Empfehlung 0

@Eckert. Na ja, wenn man in Betracht zieht, dass in den 70er Jahren Brasilien unter einer faschistischen Regierung schlimmster Prägung litt, galt damals u.U. jeder auch nur halbwegs liberal denkende Mensch schon als linker Verbrecher und Terrorist. Kommt einfach auf den Blickwinkel an, den man selber hat, Herr Eckert.


Jens Gloor

02.08.2012, 03:45 Uhr
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Der Zürcher Stadtrat steht dem in NICHTS nach. Wenigstens ist das Volk in Brasilien nicht so 'Wohlstands-betäubt' und merkt noch, wenn es beschissen wird... Antworten


Nick Schaefer

02.08.2012, 02:51 Uhr
Melden 48 Empfehlung 0

In der Schweiz gibt es das nicht (die gerichtliche Aufarbeitung).
Völlig ungeniert und versteckt versorgen sich die Parlamentarier gegenseitig mit Kommissionsposten, Gefälligkeitsurteilen und Direktzahlungen von Pharma und Banken.
Zum Glück zahlt die SVP jedem Bürger der sich dagegen wehrt ein gutes Purezmorge für seine Stimme.
Antworten


Werren Dan

02.08.2012, 09:33 Uhr
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Aber Herr Schaefer, Sie sind ein Nestbeschmutzer ! Korruption existiert NUR im Ausland ! In der Schweiz existiert KEINE Korruption und hat es NIE gegeben ! Fragen Sie die FDP, SVP, die Banken, Versicherungen, Pharma und Importfirmen sowie die Lobby-Parlamentiarier... diese werden meine Aussage vollumgänglich bestätigen !!


Jonas Reich

02.08.2012, 09:17 Uhr
Melden 11 Empfehlung 0

Der Seitenhieb auf die SVP ist ziemlich verfehlt. schliesslich waren es im vorliegenden Falle wieder einmal die lieben Genossen, welche zulangten und Stimmen kauften.


Rubens Freire

02.08.2012, 00:32 Uhr
Melden 16 Empfehlung 0

Ein Brasilianischer Politiker im Gefängnis ist eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit. Obwohl wahrscheinlich drei Viertel von ihnen in einem ordentlichen Rechtsstaat längst verurteilt wären sitzt in Brasilien kein Einziger im Knast. Würde sich dies nun ändern wäre das sowas wie der Beginn einer neuen Zeitrechnung in der Geschichte des Landes und wohl die grösste Sensation der letzten 100 Jahre. Antworten


Reto Pauli

01.08.2012, 23:40 Uhr
Melden 30 Empfehlung 0

>"Für die überdurchschnittlich vielen schwarzen Schafe, die in den hohen politischen Gremien Brasiliens zu finden sind, gibt es eine einfache Erklärung: Die Gesetzgebung. Denn in Brasilien muss zuerst der Kongress erlauben, Verdikte zu untersuchen, die in der Amtszeit eines Politikers begangen wurden"
Gibt's bei uns auch, nennt sich Immunität. Diese ist auch hier ein Grund, für die "überdurchschnittlich vielen schwarzen Schafe, die in den hohen politischen Gremien der Schweiz zu finden sind".
Antworten


Marc Hubertus

01.08.2012, 23:35 Uhr
Melden 7 Empfehlung 0

Was in Brasilien das Problem ist, ist nicht die Gesetzgebung! Diese wurde nach der Diktatur nicht revidiert! Es sind die die Netzwerke zwischen ehemaligen Studenten und Familien. Die einten gehen in die Politik, die anderen in die Justiz: Z.B. Seit 3 Monaten streiken die Professoren an den Uni und bekommen den vollen Lohn, dank Richter mit Verbindung zu den Prof. Was für eine wirtschaftliche Katastrophe Antworten


Otto Lauener

01.08.2012, 23:35 Uhr
Melden 43 Empfehlung 0

Es spricht stark für das Land Brasilien, dass so ein Prozess überhaupt möglich ist. In der Schweiz ist das undenkbar. Antworten


Werren Dan

02.08.2012, 09:48 Uhr
Melden 11 Empfehlung 0

@Lauener. Volkommen einverstanden ! Muito Obrigado por sua declaração ! Lula hat gezeigt, dass man ein Land vorwärts bringen kann und die Armut um 25% gesenkt hat. Aber dies passt eben den Rechten Oligarchen nicht. Dagegen kämpfen die Rechten mit allen Mitteln, auch in der Schweiz !


Roland Fankhauser

01.08.2012, 23:25 Uhr
Melden 10 Empfehlung 0

2005 lebte ich in BR und hatte alles mitgekriegt. Schwarzgeldkonten aus den Bahamas zur Finanzierung des populären Hrn. Lula. Er hätte von nichts gewusst. Andere Köpfe mussten damals Rollen. Aber viele Korruptionsskandale in derArbeiterpartei von Lula zeigten auf, dass Das System in BR - egal ob links oder rechts - weiterhin faul ist. Extrem höhe Saläre unter den Politikern und Staatsangestellten zB, was wir bei uns nie zulassen würden. Und trotzdem wurde die Lulanachfolgerin Dilma gewählt. Im 190 Mio-Land ist Populismus eben alles. Mal links und irgendmal dann auch wieder von rechts. Schade, das Land hätte ein Riesenpotential. Antworten


Werren Dan

02.08.2012, 09:56 Uhr
Melden 2 Empfehlung 0

@Fankhauser sie sagen: "Extrem höhe Saläre unter den Politikern und Staatsangestellten zB, was wir bei uns nie zulassen würden..."
Jeder Brasilianer wird sich totlachen ab Ihrer Aussage und antworten:: "Você tem tomates nos olhos" (Sie haben Tomaten auf den Augen !)


Lorenz Meier

02.08.2012, 11:02 Uhr
Melden 7 Empfehlung 0

Na ja Hr. Werren so ein toller Kenner Brasiliens sind Sie wohl auch wieder nicht. Die Schweizer Politiker verdienen ganz bestimmt auch zuviel aber die Verhältnisse die in der Brasilianischen Politik herrschen sind von einer ganz anderen Dimension. 30000 Franken Monatslohn für einen Kantonsrat während ein Arzt mit 3000 auskommen muss. Noch Fragen?



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