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Italien verabschiedet neues Gesetz gegen Sterbehilfe

Aktualisiert am 26.03.2009 8 Kommentare

Anderthalb Monate nach dem Tod der Koma-Patientin Eluana hat der italienische Senat jetzt ein Gesetz gegen den Abbruch der künstlichen Ernährung bei Sterbenskranken verabschiedet.

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Das Gesetz wurde mit 150 gegen 123 Stimmen gutgeheissen. Der Gesetzentwurf sieht vor, dass Patienten nicht in einer Verfügung bestimmen dürfen, dass die künstliche Ernährung und die Zufuhr von Flüssigkeit am Ende ihres Lebens eingestellt werden soll. Der Gesetzentwurf geht nun an das Unterhaus, in dem die Parteien der rechten Regierungskoalition die Mehrheit haben.

Für Ärzte, die dennoch die künstliche Ernährung oder die Versorgung mit Flüssigkeit bei Sterbenkranken abbrechen, sieht der Gesetzentwurf Strafen zwischen fünf und 15 Jahren Haft vor.

Opposition: Gesetz ist verfassungswidrig

Der bekannte Krebsforscher und Senator der oppositionellen Demokratischen Partei (PD), Umberto Veronesi, sagte, der Gesetzestext widerspreche der Verfassung. Wenn er auch im Unterhaus verabschiedet werde, sei die Opposition gezwungen, eine Volksabstimmung zu veranlassen.

Eluanas Vater Beppino Englaro sprach in einem Interview in der Zeitung «La Stampa» von Donnerstag von einem «barbarischen» Gesetzentwurf, mit dem der Staat Gott spielen wolle. Eluana hatte nach einem Autounfall 17 Jahre lang im Koma gelegen.

Nach einem gut zehnjährigen Rechtsstreit hatte ihr Vater es durchgesetzt, die künstliche Ernährung abzuschalten. Über Eluanas Tod am 9. Februar hatten sich Berlusconi und der Vatikan empört geäussert. (oku/sda)

Erstellt: 26.03.2009, 22:07 Uhr

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8 Kommentare

Stefan Mauerhofer

27.03.2009, 10:01 Uhr
Melden

Es hat schon seinen Grund, dass der Vatikanstaat, als einziges Land in Europa, die europäische Menschenrechtkonvention nicht ratifiziert hat. Antworten


Peter Wyss

27.03.2009, 09:31 Uhr
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Italien=Geisel der Kirche! Einfach nur barbarisch! Antworten




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