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Hasta la vista, Gouvernator!

Aktualisiert am 03.01.2011 14 Kommentare

Arnold Schwarzenegger tritt heute als Gouverneur von Kalifornien ab. Seinem Nachfolger hinterlässt er einen Staat am Rande des Bankrotts.

1/6 Zu Beginn seiner Amtszeit eilte ihm sein guter Ruf voraus: Arnold Schwarzenegger mit seiner Frau Maria Shriver im Jahr 2003.
Bild: Keystone

   

Umfrage

Wird Arnold Schwarzenegger nach Hollywood zurückkehren?

Ja, als Schauspieler

 
22.0%

Ja, als Produzent/Regisseur

 
19.9%

Ja, als Schauspieler und Regisseur

 
28.2%

Nein

 
29.9%

241 Stimmen


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Mit grossen Versprechen hatte Hollywood-Held Arnold Schwarzenegger («Terminator») im Jahr 2004 das Gouverneursamt von Kalifornien angetreten. Er werde den Haushalt sanieren, die Wirtschaft ankurbeln und Arbeitsplätze schaffen, sagte der republikanische Politik-Neuling. Und weiter: «Wenn ihr einen Wandel in diesem Staat wollt, dann folgt mir.»

Im Laufe der Regierungsjahre des Terminators hat sich Ernüchterung und Enttäuschung breit gemacht in Kalifornien. Der 63-jährige Schwarzenegger verlässt heute Montag die politische Bühne mit einer schlechten Bilanz, wie amerikanische Kommentatoren und US-Korrespondenten von europäischen Medien schreiben. Dass Schwarzenegger Kalifornien in den Ruin geführt habe, ist ein häufig formulierter Vorwurf. Die Umfragewerte des einstigen Action-Schauspielers sind im Keller.

20-Milliarden-Loch im Haushalt

Schwarzeneggers Nachfolger, der Demokrat Jerry Brown, erbt einen Bundesstaat am Rande des Bankrotts. Im Haushalt fehlen knapp 20 Milliarden Dollar. Kalifornien, mit rund 40 Millionen Einwohnern, leidet unter einem veralteten Grundsteuersystem, durch das dem Staat viele Einnahmen entgehen. Die Arbeitslosigkeit liegt mit 12,4 Prozent weit über dem amerikanischen Durchschnitt. Hier gab es die höchste Zahl von Zwangsversteigerungen nach dem Zusammenbruch des Häusermarkts.

Zuletzt konnte Kalifornien, das gemessen an seiner Wirtschaftsleistung die achtgrösste Volkswirtschaft der Welt ist, seine Rechnungen zeitweise nur mit der Ausgabe von Schuldscheinen begleichen. Immer wieder musste der «Gouvernator» den finanzpolitischen Notstand ausrufen. Der Streit von Demokraten und Republikanern im kalifornischen Parlament lähmt die Politik.

Immerhin: In der Umweltpolitik hat sich der gebürtige Österreicher einige Meriten erworben. Eine seiner grössten Errungenschaften feierte er 2006 mit der Unterzeichnung eines Gesetzes zur strikten Reduzierung des Ausstosses von Treibhausgasen. Dies brachte ihm das Image des «grünen Gouverneurs» ein.

Verhandlungen mit Schnaps und Zigarren

Das Versprechen, einen neuen Stil in die kalifornische Politik einzuführen, hat Schwarzenegger gehalten. Im Regierungsgebäude zeigte er sich mit Designeranzug und Cowboystiefeln. Um den demokratischen Senatssprecher in der Haushaltsdebatte zu mehr Mut aufzufordern, schickte er ihm einmal eine Skulptur, die Stierhoden darstellte. Abkommen handelte Schwarzenegger gelegentlich bei Schnaps und Zigarren aus. Und stets liess sich der ehemalige Bodybuilder gern fotografieren.

Das alles ist nun Geschichte, ein Kapitel skurriler Politik. Und wie geht es nun mit Schwarzenegger weiter? Wie er kürzlich der Zeitschrift «Daily Variety» verriet, hält er alle Optionen offen, darunter auch eine Rückkehr zum Film. Schwarzenegger könnte auch seine Autobiografie schreiben, als Redner durchs Land tingeln oder weiterhin in der Politik mitmischen.

Schwarzenegger sollen zahlreiche Jobangebote aus der Wirtschaft, Hollywood und der Immobilienbranche vorliegen. Hollywood-Kenner können sich Schwarzenegger als Produzenten oder Regisseur vorstellen, eine Rückkehr des ehemaligen Action-Stars auf die Leinwand hingegen halten sie für unwahrscheinlich. (vin)

Erstellt: 03.01.2011, 10:23 Uhr

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14 Kommentare

Mario Monaro

03.01.2011, 10:46 Uhr
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Schwarzenegger hat sich redlich bemüht eine für Kalifornien gute Politik zu machen. Aber die politischen Mühlen mahlen langsam und manchmal drehen sie sich sogar verkehrt herum. Für einen Mitte-Politiker, der des öffteren mit seiner eigenen Partei Probleme hatte ist das wohl mehr oder weniger das was drin liegt. Antworten


David Stoop

03.01.2011, 12:41 Uhr
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Schwarzenegger zu beerben ist eigentlich ein Traumjob! Es dürfte dem Nachfolger ohne weiteres gelingen, eine bessere Finanzsituation zu erreichen. Warum? Ganz einfach: in Kalifornien sind die Steuern stark abhängig von den Gewinnen der Unternehmen. In den letzten beiden Jahren haben diese Verluste gemacht und die Steuereinnahmen schwanden. bereits 2010 und auch 2011 dürfte sich das ändern. Antworten



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