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Erneut verlassen wichtige Mitarbeiter das Schiff von Michele Bachmann
Aktualisiert am 06.09.2011 16 Kommentare
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Michele Bachmanns Erfolgshoch wurde just an demselben Tag gebremst, an dem die Republikanische Präsidentschaftsbewerberin in Ames, Bundesstaat Iowa, die Probeabstimmung gewann. Damals trat Rick Perry in das Rennen um die republikanische Kandidatur ein und verwies die Tea-Party-Anhängerin seither laut Umfragen auf die hinteren Ränge der Spitzenreiter. Als ob dem nicht genug wäre, muss Michele Bachmann dieser Tage noch zwei Abgänge in ihrem Wahlkampf-Team verkraften. Am Montag teilte ihr Wahlkampfleiter Ed Rollins mit, er werde aus gesundheitlichen Gründen aus dem Team ausscheiden. Kurz darauf wurde bekannt, dass auch sein Stellvertreter, David Polyansky, seinen Hut nehmen wird.
Laut der «Huffington Post» versucht Michele Bachmann, das Stühlerücken in ihrem Camp herunterzuspielen. Doch der 68-jährige Rollins, welcher der Republikanerin weiterhin als Berater dienen will, macht in einem Interview mit CNN keinen Hehl daraus, dass Bachmanns Rennen in seinen Augen gelaufen ist: «Legitimerweise muss man sagen, dass es zum jetzigen Zeitpunkt danach aussieht, als ob es eine Sache zwischen Romney und Perry wird.»
Hohe Fluktuation
Während Kampagnen-Stratege Keith Nahigian interimistischer Leiter des Bachmann-Wahlkampfes wird, mehren sich die Stimmen, welche von Meinungsdifferenzen und einer schlechten Stimmung innerhalb Michele Bachmanns Camp gehört haben wollen. Das Politmagazin «Politico» meldete kürzlich, der Republikanerin nahe Quellen hätten von strategischen Uneinigkeiten zwischen Bachmann und Polyansky gesprochen. Andere Informanten wüssten, dass weitere Abgänge aus dem Team nicht auszuschliessen seien.
Auch die «Huffington Post» hebt hervor, dass Michele Bachmann mit hoher Fluktuation innerhalb des Camps nur zu vertraut sei. Die Ikone der Tea-Party-Bewegung hatte während ihrer Zeit im US-Repräsentantenhaus sechs verschiedene Stabchefs, fünf Presseverantwortliche und drei Kommunikationschefs. Laut dem Online-Magazin haben sich schon einige ehemalige Teammitglieder über Bachmanns Führungsstil beklagt. Wer Zweifel an einer ihrer Entscheidungen anmelde, gelte sofort als unloyal. Zudem wolle sie stets in sämtliche kleine Details einbezogen werden.
Hoffen auf South Carolina
Bisher tat Michele Bachmann die häufigen Wechsel als Kinderkrankheiten ihres Teams ab. Einigen der Abgänger seien einflussreichere Stellen eben wichtiger gewesen. Das Letzte, was Bachmann momentan aber gebrauchen kann, ist Unruhe in den eigenen Reihen. Wie die «Washington Post» betont, liegt die einzige Chance der Republikanerin in einem Sieg im Bundesstaat Iowa. Dieser könnte ihr anschliessend als Starthilfe für den Wettstreit um South Carolina dienen.
Beide Staaten verfügten über eine Wählerschaft, die sich grösstenteils aus Evangelikalen, Christkonservativen und Tea-Party-Anhängern zusammensetzt. Deshalb ist es wohl auch nicht erstaunlich, dass Bachmann zurzeit einen Grossteil ihrer Energie darin steckt, die republikanische Gouverneurin von South Carolina, Nikki Haley, zu umwerben. Diese hat sich bisher noch nicht entschieden, ob sie Bachmann oder Romney unterstützen will. Ihre Zustimmung könnte sich als entscheidender Trumpf im weiteren Verlauf des Rennens erweisen. Seit 1980 hat nämlich noch jeder Gewinner der republikanischen Nomination die Vorwahlen in South Carolina gewonnen. (kpn)
Erstellt: 06.09.2011, 16:18 Uhr
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16 Kommentare
Tja, wer nicht auf den selben Trip der sektenhaften, bigotten und missionarischen Heilsbringerin ist wird früher oder später abspringen, um nicht seine Reputation, Freunde und Familie oder den eigenen "gesunden Menschenverstand" zu verlieren. Ein bezahlter Job ist eine Sache, Gehirnwäsche durch ebensolchen zu erleiden ist hingegen Körperverletzung .. Antworten
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