Anti-Obama-Film avanciert zum Hit

Eine konservative Kritik an Obamas Politik sorgt in den USA für einen Überraschungserfolg. Der Film «2016: Obama's America» zeichnet ein düsteres Bild davon, wie das Land aussähe, wenn er Präsident bliebe.

Konservative Kritik: Trailer des Films.


Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Wenige Monate vor der US-Präsidentschaftswahl hat es eine Anti-Obama-Dokumentation bis in die Top Ten der amerikanischen Kino-Charts geschafft. Der Film «2016: Obama's America», der am vergangenen Wochenende landesweit in die Kinos kam, spielte 6,2 Millionen Dollar ein und erreichte damit Platz 8 der Bestenliste, die von Sylvester Stallones «The Expendables 2» mit 18,5 Millionen Dollar angeführt wurde.

«2016: Obama's America» ist eine harsche konservative Kritik an der Politik von US-Präsident Barack Obama, der derzeit um seine Wiederwahl kämpft. In dem Film wird ein Bild entworfen, wie die USA in vier Jahren aussehen könnten, wenn Obama weiter an der Macht bleibt.

Weit abgeschlagen hinter Michael Moore

Üblicherweise läuft nach den Sommer-Blockbustern in den USA das Geschäft Ende August eher mau. Da Hollywood in dieser Zeit aber weniger Streifen herausbringt, öffnet das auch Türen für Überraschungserfolge wie «Obama's America», der nach dem anfänglichen Start in ausgewählten Kinos Mitte Juli am vergangenen Wochenende in mehr als 1000 Kinos zu sehen war.

Insgesamt hat der Film, der auf dem Buch «The Roots of Obama's Rage» (Die Wurzeln von Obamas Hass) von Dinesh D'Souza basiert, in den USA 9,1 Millionen Dollar eingespielt. Ein solides Ergebnis für eine politische Dokumentation, aber immer noch weit hinter dem Spitzenreiter, Michael Moores «Fahrenheit 9/11», der allein in den USA auf 119,1 Millionen Dollar kam. (rbi/dapd)

(Erstellt: 27.08.2012, 07:21 Uhr)

Der Film rangiert zurzeit auf Platz 8 der
Bestenliste: Eine Passantin vor dem Kinoplakat in Virginia. (24. August 2012)

Artikel zum Thema

Obama im Angriff

US-Präsident Barack Obama verschärft den Ton im Wahlkampf gegen den Republikaner Mitt Romney. Er wirft diesem «extreme Positionen» vor und zielt damit auf die umkämpften Wechselwähler. Mehr...

«Schlimmstes Jahrzehnt der Neuzeit» für Amerikas Mittelschicht

Das durchschnittliche Einkommen der mittelständischen US-Haushalte ist von 2001 bis 2010 drastisch gesunken. Dies besagt eine neue Studie. Sie könnte Barack Obama für die Wahlen einige Pluspunkte bringen. Mehr...

Die Spekulanten setzen auf Obama

Hedgefonds-Manager und Investmentbanker mögen den US-Präsidenten nicht. Sie glauben aber trotzdem, dass er die Wahlen gewinnen wird – mit guten Gründen. Mehr...

Die Welt in Bildern

Bunter Hund: Mit Blumen behängt und eingefärbt zeigt sich dieser Polizeihund am Tihar-Festival in Kathmandu. Hindus feiern das Fest, um Tieren ihre Wertschätzung zu erweisen (22. Oktober 2014).
Mehr...