Daniel Zismans Tango-Oper
Von Marianne Mühlemann. Aktualisiert am 23.06.2011
Zehn Jahre ist es her, dass das Ballett am Stadttheater Astor Piazzollas Operita «Maria de Buenos Aires» auf die Bühne brachte – mit Live-Musik: Im Orchestergraben dirigierte Daniel Zisman. Sein Sohn Michael Zisman spielte das Bandoneon. Piazzolla wusste eigentlich gar nicht, was er 1967 zu Horacio Ferrers Libretto komponierte. Vorgeschwebt hat ihm eine Art «West Side Story», in der gesprochen, getanzt und gesungen wird und in der es um Sehnsucht, Liebe und Enttäuschung geht. Um Tangogefühle eben. Nun hat auch Daniel Zisman zur Feder gegriffen und eine eigene Radio-Operette geschrieben und komponiert. «Tango paralelos» ist ein Dreiakter, der die «menschliche Landschaft» Buenos Aires einfängt. Hauptperson ist der unglücklich verliebte Santos Crespo, ein Dichter und Tangokomponist. 40 Musiker, 6 Sänger/Schauspieler, ein solistisches Tangoquintett und 10 Tänzer bringen Zismans Werk zur Uraufführung in einer atmosphärischen Multimediaprojektion, die ein traditionelles Bühnenbild ersetzt. (Der Bund)
Erstellt: 23.06.2011, 13:45 Uhr
