Urbane und andere Zeichen

In der Galerie Margit Haldemann treffen die neongrellen und nachtdunklen Ölbilder des Schweizer Künstlers Oliver Krähenbühl auf die Objektbilder des Deutschen Jupp Linssen.

Oliver Krähenbühll: «unter dem Tisch eingekehrt», 2008, 105 x 150 cm. Foto: zvg

Oliver Krähenbühll: «unter dem Tisch eingekehrt», 2008, 105 x 150 cm. Foto: zvg

Das urbane Leben mit seiner Verdichtung ganz unterschiedlicher Lebensstile und Lebensentwürfe und die tägliche mediale Bilderflut sind die zentralen Themen des 46-jährigen Krähenbühl. Erfahrungen in Weltstädten wie Paris, Berlin oder Tokio haben in seinen Bildern, die er in der Regel aus der Erinnerung schafft, deutliche Spuren hinterlassen.

Ebenso vielteilig sind die Werke des sechs Jahre älteren Jupp Linssen. Dieser schichtet Leinwand, Holz, Farbe, Metall oder Plexiglas übereinander. Die Arbeitsmaterialien belässt er in ihrer Ursprünglichkeit, so verwandeln sich seine Bilder in Objekte. Linssen missachtet bewusst die Gesetze der Malerei: Er vermeidet die Darstellung von Perspektive und kümmert sich nicht um den «korrekten» Umgang mit den verschiedenen Farbflächen. Ebenso wichtig wie das Auftragen ist im Werkprozess das Wegkratzen. In die aufgebrochenen Oberflächen setzt Linssen Zeichen, die mal organischen, dann wieder archaischen Charakter haben. (klb) (Der Bund)

Erstellt: 05.02.2010, 10:18 Uhr






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