160 Kandidaten für den Bernjurassischen Rat
160 Kandidierende (113 Männer und 47 Frauen) bewerben sich in den drei Wahlbezirken Courtelary, La Neuveville und Moutier um die 24 Sitze – Kandidatenrekord auch hier. Bei der ersten Wahl im Jahr 2006 hatten sich noch 123 Kandidierende beworben.
Vor vier Jahren hatten die berntreuen Parteien SVP, FDP und SP je fünf Mandate erobert und die EVP einen Sitz. Die separatistischen Kräfte erreichten acht Sitze – vier davon der Parti socialiste autonome (PSA), zwei die Alliance Jurassienne und je einen Sitz die Entente PDC/PLJ von freisinnigen und christlichdemokratischen Separatisten und eine weitere autonomistische Gruppe aus La Neuveville. 2008 dann ist eine SVP-Vertreterin zur BDP übergetreten.
Bei der Wahl vom 28. März kandidieren die bisher im Rat vertretenen Parteien ausser der Gruppe aus La Neuveville. Zudem versuchen auch die EDU und die Grünen, neu im Bernjurassischen Rat Einzug zu halten.
Kein Parlament
Der Bernjurassische Rat (Conseil du jura bernois) war mit dem Sonderstatutsgesetz geschaffen worden, das dem Berner Jura bescheidene Sonderrechte gewährt. Der Rat ist kein Parlament und keine Regierung, sondern ein neuartiges Gremium. Er hat gewisse Kompetenzen im Bildungsbereich, kann Staatsbeiträge für kulturelle Tätigkeiten im Berner Jura bewilligen und auch über gewisse Subventionen aus dem Sport- und dem Lotteriefonds entscheiden. Der Bernjurassische Rat übt zudem die politischen Mitwirkungsrechte des Berner Juras aus. (sw) (Der Bund)
Erstellt: 14.01.2010, 15:39 Uhr
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